Sonntag, 27. Mai 2018


Auswaertiges Amt Sicherheitshinweise


Grippeimpfung koennte vor Herzinfarkt schuetzen
Freitag, 23. August 2013
Sydney: Eine Grippe koennte zu den Triggern eines Herzinfarkts gehören. Geimpfte Erwachsene hatten in einer Fall-Kontrollstudie in Heart (2013; doi: 10.1136/heartjnl-2013-304320) ein deutlich vermindertes Erkrankungsrisiko.
Die Ursache des Herzinfarktes ist die Atherosklerose der Koronargefaeße mit den bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Cholesterin, Hypertonie, Adipositas oder auch Bewegungsmangel. Atemwegsinfektionen wie die Influenza gehören nicht dazu. Neben diesen langfristigen Ursachen gibt es kurzfristige Trigger wie schweres Essen, Erschöpfung, Rauchen und Kälte oder auch Autoabgase die dem Herzinfarkt häufig vorausgehen.
Der Pathomechanismus ist nicht genau bekannt. Vermutet werden aber kurzfristige Veränderungen in der Blutgerinnung, die der letzte Auslöser für die Gerinnselbildung in den stenosierten Koronarien sind. Auch eine Grippe könnte über diesen Mechanismus ein akutes koronares Ereignis auslösen.
Dies würde die Beobachtung von Anita Heywood von der University of New South Wales in Sydney und Mitarbeitern erklären, die in den Wintermonaten der Jahre 2008 bis 2010 (in Australien die Zeit von Juni bis Oktober) alle Herzinfarkt-Patienten auf Grippe untersuchen ließ.
Neben Abstrichen aus Nase und Rachen wurden auch Blutproben auf Antikörper oder Virusgene hin untersucht. Bei jedem achten Herzinfarktpatient (12,4 Prozent) wurde eine Grippe-Infektion diagnostiziert. In einer Vergleichsgruppe von Patienten ohne Herzinfarkt waren nur 7 Prozent mit Grippeviren infiziert.
Die Erkrankung führte nicht immer zu schweren Symptomen, bei einem von zehn Patienten wurde sie gar nicht erkannt. Heywood ermittelt eine Odds Ratio (OR) von 1,97, was bedeuten könnte, dass Grippe-Infizierte doppelt so häufig wie andere Personen an einem Herzinfarkt erkranken. Die Assoziation war jedoch nach Berücksichtigung anderer Herzinfarktrisikofaktoren nicht mehr signifikant.
Statistisch eindeutig war jedoch der protektive Effekt einer Grippe-Impfung: Auch nach Berücksichtigung der Risikofaktoren Alter, Cholesterin und Rauchen war eine Grippe-Impfung mit einem um 45 Prozent verminderten Risiko auf einen Herzinfarkt verbunden (OR 0,55; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,35-0,85) und dies, obwohl die Wirksamkeit der Grippeimpfung nur bei 45 Prozent lag, also weniger als jeder zweite Patient vor einer Infektion geschützt war.
Eine einzige Fall-Kontrollstudie kann eine protektive Wirkung sicherlich noch nicht belegen. Dass die Grippe-Impfung sich günstig auf die Blutgerinnung auswirken könnte, hatten vor einigen Jahren französische Forscher ebenfalls in einer Fall-Kontrollstudie gezeigt: Damals war die Impfung mit einem um 26 Prozent verminderten Risiko auf eine venöse Thromboembolie assoziiert (Thromb Haemost 2009; 102: 1259-64). © rme/aerzteblatt.de


September 2015 Ungarn

Stand 08.09.2015
(Unverändert gültig seit: 08.09.2015)

Österreich hat die polizeilichen Kfz-Kontrollen im grenznahen Gebiet zu Ungarn und entlang der Transitrouten nach Deutschland verstärkt. Aufgrund dieser Maßnahmen kann es bei der Einreise nach Österreich und der Weiterreise nach Deutschland zu erheblichen Verzögerungen kommen. Die vorübergehend unterbrochenen Zugverbindungen entsprechen wieder dem regulären Zugfahrplan.

Die Botschaft weist aus gegebenen Anlass darauf hin, dass eine Hilfeleistung zur illegalen Überquerung der ungarischen Staatsgrenzen - hierzu gehört auch die Mitnahme von Asylantragstellern, ohne gültige ungarische Aufenthaltserlaubnis, in einem Kraftfahrzeug - nach ungarischem Recht den Tatbestand des Menschenschmuggels erfüllt und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft wird.

Landesspezifischer Sicherheitshinweis

Für Ungarn besteht kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:

www.auswaertiges-amt.de

Allgemeine Reiseinformationen

Bei Reisen nach Ungarn sollte man die gleichen Vorsichtsregeln walten lassen wie bei Aufenthalten in anderen, von Touristen stark frequentierten Ländern.

Kriminalität

Die gegen Reisende gerichtete Kriminalität in Ungarn übersteigt nicht das in anderen europäischen Urlaubsländern übliche Maß. Die Zahl der Autodiebstähle ist seit Mitte der 1990er Jahre zurückgegangen. Trotzdem sind Autos von Touristen, vor allem neue, deutsche Fabrikate weiterhin begehrte Objekte von Autodieben. Es wird empfohlen, sein Fahrzeug nur auf bewachten Parkplätzen abzustellen und insbesondere keine Wertsachen oder Wagenpapiere im Inneren des Autos zurückzulassen.

Außerhalb Budapests sowie auf den Autobahnen sollte man bei Polizeikontrollen Umsicht walten lassen. In der Vergangenheit kam es gelegentlich zu räuberischen Übergriffen durch als Polizisten verkleidete Straftäter, die eine angebliche Polizeikontrolle zur Plünderung der Opfer nutzten. Polizisten tragen eine vollständige, korrekte Polizeiuniform und bewegen sich in Streifenwagen mit der Aufschrift (Polizei). Jeder ungarische Polizist trägt zudem eine Plakette mit einer individuellen fünfstelligen Dienstnummer, die an der linken Uniformbrusttasche getragen wird, und besitzt einen modernen Dienstausweis im Scheckkartenformat.

Auch sollte man sich vor freundlichen Helfernin Acht nehmen, welche auf einen meist nicht vorhandenen - Schaden am Fahrzeug aufmerksam machen und somit den Fahrer zum Anhalten bewegen wollen. Halten Sie nicht am Straßenrand, sondern fahren Sie bis zur nächsten Tankstelle weiter und prüfen Sie das Auto dort auf Schäden.

Touristische Attraktionen sind wie überall auch beliebte Treffpunkte von Taschendieben. In Budapest sind dies das Burgviertel, die Zitadelle und die große Markthalle an der Freiheitsbrücke. Auch an den Bahnhöfen, an den Schaltern der U- und Straßenbahnen und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist Vorsicht angezeigt.

Einladungen in der Budapester Innenstadt zu einem gemeinsamen Gaststättenbesuch, zumeist von Frauen ausgesprochen, sollte mit Vorsicht begegnet werden. Hierbei handelt es sich fast immer um Lokalitäten, in denen stark überteuerte Rechnungen ausgestellt werden und diese auch rigoros eingetrieben werden. Sollten Sie doch einmal "Opfer" eines solchen Vorfalls sein, zeigen Sie diesen bei der örtlichen Polizei und/oder dem Ungarischen Amt für Verbraucherschutz an. Die Kontaktdaten lauten: 1088 Budapest, József krt. 6, Tel.: +36 1 459 4800, Fax: +36 1 210 4677.

Einbrüche und Diebstähle in Ferienwohnungen, auch in Anwesenheit der Bewohner, sind, vor allem rund um den Balaton (Plattensee), leider keine Seltenheit. Auch dort sollten über einen längeren Zeitraum keine wichtigen Papiere, Pässe, Bargeld etc. zurückgelassen werden.

Hinweis für Autofahrer mit deutschen Kurzzeitkennzeichen

Nachdem seit 01.07.2012 vermehrt Autofahrern mit deutschen Kurzzeitkennzeichen („gelbe Kennzeichen“) die Ein- bzw. Durchreise nach Ungarn verweigert wurde oder gar die Nummernschilder abgenommen wurden, rät die Botschaft dringend davon ab, bei Reisen nach oder durch Ungarn auf die Duldung des deutschen Kurzzeitkennzeichens seitens der ungarischen Behörden zu vertrauen. Zwar regt die EU-Kommission in ihrer Mitteilung vom 14.02.2007 die Mitgliedstaaten dazu an, ausländische Kurzzeitkennzeichen gegenseitig anzuerkennen, Ungarn hat seine Zustimmung hierzu jedoch bisher nicht erteilt. Zu beachten ist, dass ein Rechtsanspruch auf die Anerkennung der jeweiligen Zulassungen für Kraftfahrzeuge in den einzelnen Mitgliedstaaten nach derzeitigem Rechtsstand nicht besteht.

Halter sollten daher bei Reisen nach oder durch Ungarn bis auf weiteres auf ein so genanntes Ausfuhrkennzeichen („rotes Kennzeichen“) zurückgreifen.

Reisen über Land

Zum 01.07.2011 wurde die Straßenverkehrsordnung geändert. Die Polizei kann bei zu schnellem Fahren, Verletzung der Gurtpflicht, Alkohol am Steuer und Überfahren von roten Ampeln, an Ort und Stelle Geldstrafen von bis zu 300.000 Forint (ca. 1.100 Euro) erheben. Falls eine Strafe nicht sofort bezahlt wird, darf die Polizei das Fahrzeug beschlagnahmen.

Die Polizei behält in diesem Fall den Zulassungsschein ein; der Fahrer bekommt eine Quittung und eine schriftliche Mitteilung (in ungarischer, englischer, deutscher oder russischer Sprache) mit Informationen zur verhängten Geldstrafe und zum Aufenthaltsort des Fahrzeugs. Erst wenn die Strafe beglichen ist, wird das Fahrzeug wieder freigegeben.

Seit dem 01.01.2011 gilt ein generelles Überholverbot für Lkws. Auf Autobahnen und zweispurigen Schnellstraßen dürfen Lastkraftwagen ab 7,5 Tonnen tagsüber zwischen 6 und 22 Uhr nicht überholen. Auch ein enges Auffahren ist untersagt. Der Abstand zwischen zwei Lastkraftwagen muss ausreichen, um mindestens ein weiteres Fahrzeug gleicher Länge einordnen zu lassen.

Für die Benutzung von Autobahnen sowie einigen Straßen (u.a. Stadtumfahrung Budapest) wird in Ungarn eine Maut erhoben. Vignetten für Motorräder, PKWs, Busse und Anhänger können an der Grenze oder an Tankstellen erworben werden und gelten wahlweise eine Woche, einen Monat oder ein Jahr.

Die Erfassung erfolgt ausschließlich elektronisch. Reisende erhalten beim Kauf nur einen Kassenbeleg.

Bei der ungarischen Vignette, der sogenannten e-Matrica, wird die Maut elektronisch über das Kennzeichen kontrolliert. Beim Kauf der e-Vignette erhält man einen Kontrollabschnitt zur Unterschrift oder eine Bestätigungsnachricht beim Onlinekauf. Der Beleg sollte unverzüglich auf Richtigkeit der Gültigkeitsdauer und des Kennzeichens überprüft und zu Nachweiszwecken mindestens ein halbes Jahr über den Ablauf der eingetragenen Gültigkeit hinaus aufbewahrt werden.

Aktuelle Preise können unter https://ematrica.nemzetiutdij.hu/ abgefragt werden. Die Maut kann bei fast jeder Tankstelle bezahlt werden. Die Buchung der Mautgebühr ist mit Kreditkarte auch über das Internet möglich

Für LKW-Fahrer mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen hat Ungarn eine streckenabhängige elektronische Maut eingeführt. Die Maut wird für Autobahnen, Autostraßen und Nationalstraßen mit einer Gesamtlänge von 6.513 km erhoben.
Die Höhe der Maut hängt vom benutzten Straßentyp, von der Fahrzeugkategorie, der Umweltklasse und der Länge der befahrenen Strecke ab. Näheres finden Sie unter http://www.nemzetiutdij.hu/

Autoreisende sollten bei einer Panne kontrollieren, ob der Pannendienst auch wirklich vom ungarischen Automobilclub kommt oder ein Partner des Clubs ist (z.B. über die ADAC-Notrufzentrale).

Für Autofahrer gilt in Ungarn die Null-Promille-Grenze. Seit 01.07.2013 wird bereits ab einem Blutalkoholwert von 0,5 ein Strafverfahren eingeleitet und der Führerschein entzogen. Fahrer von Kraftfahrzeugen müssen außerhalb geschlossener Ortschaften auf allen Straßen, auch bei Tageslicht, immer Abblendlicht einschalten.

Personen, die nicht Eigentümer des benutzten Kfz sind, wird empfohlen, eine durch den Eigentümer ausgestellte Nutzungsvollmacht in ungarischer Sprache mitzuführen.

Autoreisenden wird dringend empfohlen vor Einreise nach Ungarn ihre TÜV Plakette auf Gültigkeit zu prüfen. Einreisende mit abgelaufener TÜV-Plakette müssen damit rechnen, dass die ungarische Polizei ihr Fahrzeug stilllegt und die Zulassung einzieht. Die ungarische Polizei geht in diesen Fällen von fehlender Verkehrstüchtigkeit des Fahrzeugs aus.

Geld

Vom Geldumtausch außerhalb von Hotels, Wechselstuben und Banken ist abzuraten. In größeren Städten und internationalen Hotels kann man sich Bargeld problemlos an EC-Karten-Automaten besorgen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: Ja

Kinderreisepass: Ja

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Ja

Anmerkungen:
Das Reisedokument muss gültig sein.
Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Hinweise für Transitreisende

Bei Reisen durch mehrere Länder wird dringend empfohlen, die jeweiligen Einreise- und Zollvorschriften zu beachten. Wichtig sind insbesondere gültige Grenzübertrittsdokumente und die unterschiedlichen Regelungen zur Mitnahme von Tabakwaren. Bei der Wiedereinreise nach Ungarn sind pro Person ab 16 Jahren nur zwei Päckchen (40 Stück) Zigaretten erlaubt.

An der ungarisch-serbischen Grenze kommt es in der Hauptreisesaison in beiden Richtungen regelmäßig zu Staus und längeren Wartezeiten. Am stärksten betroffen ist der Grenzübergang Röszke (Ungarn) – Horgos (Serbien), den an Wochenenden täglich bis zu 50.000 Reisende nutzen.

Die ungarische Polizei empfiehlt, bei der Reiseplanung weniger stark frequentierte Grenzübergänge zu nutzen, zum Beispiel den Grenzübergang Tompa (Ungarn) – Kelebija (Serbien). Dieser ist von der Hauptroute aus (Autobahn M5 Budapest – Szeged) von Kecskemét über die Landstraßen Nr. 54 und 53 oder von Kiskunfélegyháza über Kiskunmajsa und Kiskunhalas zu erreichen. Nächste größere Stadt auf serbischer Seite ist Szabadka/Subotica.

Seit dem 01.07.2013 ist Kroatien EU-Mitglied. Gleichwohl handelt es sich bei der ungarisch-kroatischen Grenze um eine Schengen-Außengrenze. Ein Grenzübertritt ist nur an den offiziellen Grenzübergangsstellen möglich. Grenzkontrollen finden weiterhin auf beiden Seiten statt. Planen Sie Fahrten mit Freizeitbooten auf der Dráva (Drau), bedenken Sie bitte, dass bei der zuständigen ungarischen Bezirkspolizei vorab die Reisepläne gemeldet und eine Genehmigung eingeholt werden muss. Nähere Informationen finden Sie unter http://www.police.hu/ bzw. http://www.police.hu/.

Einreise mit Tieren

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren (Hunde, Katzen, Frettchen) in Länder der EU (außer: Irland, Großbritannien, Malta u. Schweden, für diese Länder gelten weiterreichende Bestimmungen) ist ein EU-Heimtierausweis mitzuführen. Dieser Ausweis dient dem Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist. Weitergehende Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter www.bmel.de .

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

Bei der Einreise nach Ungarn aus Nicht-EU-Staaten (Ukraine, Serbien) dürfen nur 40 Stück Zigaretten (entspricht etwa 2 Päckchen) oder 20 Stück Zigarillos oder 10 Stück Zigarren oder 50 Gramm Rauchtabak im gesamten Reisegepäck mitgeführt werden. Dies gilt auch für Transitreisende. Bei Flugreisen gelten die üblichen Freimengen.

Bei Überschreitung der Freimengen werden empfindliche Bußgelder verhängt. Nähere Informationen zur abgabefreien Einfuhr von Waren im Reisegepäck finden Sie auf der Internetseite des ungarischen Zolls, unter http://en.nav.gov.hu/intormation_on_customs_matters/General_Customs_Information.

Alkoholische Getränke dürfen nach Ungarn – auch im Transitverkehr – nur eingeführt werden, wenn diese sich im Ursprungsland (auch in einem anderen EU-Mitgliedsstaat, z. B. Rumänien) bereits im sog. freien Verkehr befanden und vorschriftsmäßig versteuert worden sind. Dies ist durch eine Steuerbanderole oder einen Kaufbeleg nachzuweisen. Die Einfuhr und Durchfuhr privat hergestellter Spirituosen, zu denen ein Nachweis der entrichteten Monopol- und Verbrauchssteuern regelmäßig fehlt, wird als Ordnungswidrigkeit mit einer Strafe von mindestens 20.000 HUF (ca. 80 Euro) geahndet. Mit entsprechenden Kontrollen ist zu rechnen.

Ab dem 01.01.2014 gelten für Zigaretten, die von Ungarn nach Deutschland mitgebracht werden, neue Mengenbestimmungen. Künftig sind nur noch 300 statt bisher möglichen 800 Zigaretten steuerfrei.

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

Der Handel, Besitz und die Einfuhr, auch schon der bloße Konsum von Drogen jedweder Art werden in Ungarn deutlich härter als in Deutschland geahndet. Schon der Fund geringer Mengen egal welcher Wirkstoffe, also auch so genannter „weicher“ Drogen wie Haschisch oder Marihuana, kann zu längeren Haftstrafen führen.

Medizinische Hinweise

Impfschutz

Pflichtimpfungen für die Einreise nach Ungarn sind nicht vorgeschrieben.

Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes www.rki.de für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden.

Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, ggf. auch gegen Pertussis, Mumps, Masern/Röteln (MMR) und Influenza.

Als Reiseimpfung wird eine Impfung gegen Hepatitis A empfohlen, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, FSME und Tollwut.

Tollwut

Seit 2005 hat es konstant weniger als 10 Fälle jährlich von Tollwut bei Haus- und Wildtieren gegeben. Die zuletzt bei Menschen dokumentierten Fälle traten 1994 auf.

Eine prophylaktische Impfung sollte daher nur bei besonderem Risikoprofil erwogen werden, jedoch ist nach erfolgtem relevantem Tierbiss umgehend eine post-expositionelle Impfung durchzuführen.

FSME, Borreliose

Landesweit, insbesondere um den Balaton, kann es von April-Okotober zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse kommen, weshalb eine Impfung bei entsprechender Exposition empfohlen wird.

Über denselben Weg kann die Borreliose übertragen werden, gegen die nicht geimpft werden kann.

Weitere durch Vektoren übertragene Infektionskrankheiten:

Sehr vereinzelte Fälle von Krim-Kongo hämorrhagischem Fieber (Übertragung durch Zecken) und gelegentliche Fälle von West-Nile-Fieber, (Übertragung durch Mücken) wurden in der Vergangenheit beschrieben. Impfstoffe stehen nicht zur Verfügung.

Auf eine frühzeitige und vollständige Zeckenentfernung sowie einen ausreichenden Schutz gegen Insektenstiche sollte geachtet werden, z.B. lange Kleidung in der Dämmerung und ggf. Einsatz von insektenabwehrenden Mitteln zur Anwendung an unbedeckten Hautstellen, sog. Repellents.

Influenza

Sowohl die saisonale Influenza (sog. „Wintergrippe“) als auch die pandemische Neue Influenza (sog. „Schweinegrippe“) treten in Ungarn auf. Hierzu gelten u.a. die aktuellen Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut, siehe www.rki.de

Insbesondere Reisende mit Vorerkrankungen sollten sich vor der geplanten Reise von einem Reisemediziner oder dem Hausarzt beraten lassen.

Medizinische Versorgung

Die staatlichen Krankenhäuser in Ungarn entsprechen nicht immer westeuropäischen Standards (z.B. Hygiene, Service), die technische Ausstattung erlaubt nicht immer medizinische Behandlungen auf dem höchsten Niveau, trotz guter bis sehr guter Ausbildung der Ärzte. In den großen Städten gibt es private Krankenhäuser, die eine befriedigende medizinische Standardbehandlung anbieten. Auch im Gesundheitssektor ist mit Sprachschwierigkeiten zu rechnen.

Krankenversicherung

Gemäß dem deutsch-ungarischen Sozialversicherungsabkommen besteht Versicherungsschutz für alle deutschen Staatsangehörigen, die in Deutschland gesetzlich krankenversichert sind. Als Nachweis dient die Europäische Krankenversicherungskarte. Der Abschluss einer zusätzlichen Rückholversicherung sollte überlegt werden.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Weltweite Terrorwarnung

Weltweiter Sicherheitshinweis

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staats­ange­höri­gen wird empfohlen sich unabhängig vom Land und der Dauer des Auslands­aufenthalts in die Krisen­vor­sorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen.



August 2015 Wichtiger Auszug

Griechenland: Reise- und Sicherheitshinweise




Stand 21.07.2015
(Unveraendert gueltig seit: 21.07.2015)

Letzte Aenderungen:
Aktueller Hinweis
Landesspezifische Sicherheitshinweise

Aktueller Hinweis

Die Geschaeftsbanken in Griechenland sind seit dem 20. Juli 2015 wieder geoeffnet. Die Kapitalverkehrskontrollen gelten bis auf weiteres fort. Auch nach Oeffnung der Banken kann es zu Wartezeiten und zu eingeschränktem Service kommen. Für von ausländischen Geldinstituten ausgegebene Bankkarten gelten nach Angaben der griechischen Behoerden keine besonderen Beschraenkungen im Hinblick auf die Hoehe von Geldabhebungen.

Zudem gibt es Hinweise, dass es zu Problemen bei der Verfuegbarkeit von einzelnen Medikamenten kommen kann (siehe auch unten bei Medizinische Hinweise).

Reisenden nach Griechenland wird daher geraten, sich vor der Reise mit ausreichend Bargeld und mit absehbar benoetigten Medikamenten zu versorgen und sich zur Lageentwicklung über diese Reisehinweise und die Medien informiert zu halten. Diese Reisehinweise werden bei Bedarf aktualisiert.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Vor allem in den Großstaedten Athen, Thessaloniki und Piraeus sollten Reisende gut auf ihre Wertgegenstaende, insbesondere Reisedokumente und Bargeld, achten. Besonders in oeffentlichen Verkehrsmitteln und an belebten Plaetzen kommt es vermehrt zu Taschendiebstaehlen.

Vereinzelt kommt es zu Protestkundgebungen und Behinderungen durch Arbeitsniederlegungen. Reisende sollten daher Demonstrationen und Menschenansammlungen meiden und sich in den Medien sowie bei ihren Gastgebern und Reiseveranstaltern über die aktuelle Lage informieren (Informationen sind auch direkt auf der Seite der Botschaft Athen erhältlich unter http://www.griechenland.diplo.de/streiks).

Allgemeine Reiseinformationen

Naturkatastrophen
In den Sommermonaten kommt es in Griechenland aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbraenden. Reisende sollten auf entsprechende Meldungen in den Medien und ggf. Hinweise der lokalen Behoerden achten.

Griechenland liegt in einer seismisch aktiven Zone, eine Erdbebengefahr ist somit immer gegeben.

Reisen mit Haustieren
Bei Reisen mit Haustieren wird darauf hingewiesen, dass eine Befoerderung von Tieren in oeffentlichen Verkehrsmitteln in Griechenland verboten ist.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten:

www.auswaertiges-amt.de

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

Reisepass: Ja

Vorläufiger Reisepass: Ja

Personalausweis: Ja

Vorläufiger Personalausweis: Ja, muss gültig sein.

Kinderreisepass: Ja

Noch gültiger Kinderausweis nach altem Muster (der Kinderausweis wird seit 1. Januar 2006 nicht mehr ausgestellt): Ja

Anmerkungen: Kindereinträge im Reisepass eines Elternteils sind seit dem 26.06.2012 nicht mehr gültig. Jedes Kind benötigt ein eigenes Ausweisdokument.

Griechenland ist Vertragspartei des Europäischen Übereinkommens über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedsstaaten des Europarates vom 13.12.1957. Reisedokumente außer dem vorläufigen Personalausweis dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein. Bei Reisen mit abgelaufenen Dokumenten kann es trotzdem zu Schwierigkeiten mit einzelnen Fluggesellschaften kommen. Reisende sollten sich vor Antritt der Reise bei Ihrer Fluggesellschaft erkundigen.

Hinweise für die Einreise von Minderjährigen

Alleinreisende Minderjährige sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/ Erziehungsberechtigten mitführen. Wenn ein Kind mit nur einem Elternteil reist, empfiehlt es sich, eine formlose Einverständniserklärung des anderen sorgeberechtigten Elternteils mitzuführen.

Bei der Reise nach Griechenland auf dem Landweg müssen auch die Einreisebestimmungen der Transitländer beachtet werden. Reisenden wird empfohlen sich ggf. rechtzeitig bei den betreffenden Auslandsvertretungen zu erkundigen.

Einreise mit Tieren

Für Reisen mit bestimmten Heimtieren sollten die stets aktuellen Informationen (Reisen mit Heimtieren) des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter www.bmel.de beachtet werden

Aufenthaltserlaubnis

Bei einem Aufenthalt von mehr als 3 Monaten ist eine Aufenthaltserlaubnis in der Praxis noch immer vorgeschrieben.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie nur direkt bei der Botschaft oder einem der Generalkonsulate Ihres Ziellandes.

Besondere Zollvorschriften

In Griechenland werden Erwerb, Besitz, Verteilung sowie Ein- und Ausfuhr von Rauschgiften, auch kleiner Mengen für den persönlichen Bedarf, hart bestraft. Es sollten keine Verteidigungssprays mitgeführt werden (auch nicht solche, die in Deutschland frei verkäuflich sind). Ihr Besitz und Gebrauch ist in Griechenland verboten und wird strafrechtlich verfolgt. Gleiches gilt für Waffen jeder Art, insbesondere auch für große Messer, Schwerter, Säbel usw.

Auch auf dem unerlaubten Besitz archäologischer Gegenstände und dem Versuch ihrer Ausfuhr drohen hohe Strafen. Der Erwerb und die Ausfuhr von Antiquitäten sind nur mit einer Genehmigung des Kulturministeriums zulässig.

Reisende sollten auf keinen Fall Steine von archäologischen Stätten mitnehmen.

Privatpersonen, die sich vorübergehend in Griechenland aufhalten, dürfen ihren in Deutschland zugelassenen Pkw innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten höchstens sechs Monate durchgehend oder aufgeteilt in Griechenland fahren. Bei Nichtbeachtung drohen Stilllegung und Bußgelder. Ein Merkblatt dazu ist auf der Homepage der Deutschen Botschaft Athen eingestellt ( www.griechenland.diplo.de )

Weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie bei der Botschaft Ihres Ziellandes. Nur dort kann Ihnen eine rechtsverbindliche Auskunft gegeben werden.

Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Besondere strafrechtliche Vorschriften

In Griechenland werden Erwerb, Besitz, Verteilung sowie Einfuhr und Ausfuhr von Rauschgiften - auch kleiner Mengen für den persönlichen Bedarf - hart bestraft.

Das Fotografieren von militärischen Anlagen und wichtigen zivilen Anlagen (Flughäfen/Häfen) ist wg. Spionagegefahr verboten. Zuwiderhandlungen werden - auch gegenüber EU-Bürgern - strafrechtlich verfolgt.

Bei Diebstahl, vorsätzlicher oder fahrlässiger Beschädigung, illegaler Ausgrabung und Entfernung vom Fundort(d.h. ohne Genehmigung bzw. Anzeige gegenüber den Behörden) von archäologischen Fundstücken können auch gegen Ausländer je nach Schwere der Tat bis zu mehrjährige Haftstrafen verhängt werden.

Bitte beachten Sie auch die besonderen Zollvorschriften über die Einfuhr von Verteidigungssprays und Waffen.

Aufgrund der fortbestehenden Problematik der illegalen Einwanderung und Schleusungskriminalität wird dringend geraten

grundsätzlich keine unbekannten Personen, insbesondere Anhalter im Fahrzeug mitzunehmen,
bei Mitnahme in Ausnahmefällen vorher zu klären, ob diese Personen über gültige Ausweisdokumente und ggf. Aufenthaltstitel für Griechenland verfügen und im Zweifel die Mitnahme abzulehnen,
Um sogenannten blinden Passagieren vorzubeugen, sollten Fahrzeuge stets an einem sicheren, möglichst bewachten Ort abzustellen und und gut zu verschließen, um sogenannten blinden Passagieren vorzubeugen und
vor Ausreise aus Griechenland zu prüfen, dass sich keine nicht bekannten Personen im Fahrzeug befinden. Dies gilt insbesondere für Wohnmobile und Lastkraftwagen.

Schleusungsdelikte können in Griechenland mit hohen Haft- und Geldstrafen geahndet werden.

Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen in den griechischen Fährhäfen, insbesondere Patras und Igoumenitsa

Aufgrund der geografischen Lage ist Griechenland ein bedeutsames Einreiseland für irreguläre Migranten in die EU bzw. in den Schengenraum. Von Griechenland aus versucht die Masse dieser Personen insbesondere über die Fährhäfen Patras und Igoumenitsa ohne erforderliche Dokumente weiter nach Italien und andere Schengenländer zu reisen. Die irregulären Migranten versuchen oft mit Unterstützung von Schleusern, unbemerkt auf Lkw zu gelangen, die mit den Fähren von Patras bzw. Igoumenitsa in Richtung Italien ausreisen. Werden diese Personen bei den Kontrollen der Polizei bzw. Küstenwache festgestellt, werden regelmäßig Strafverfahren wegen Menschenschmuggel (zählt zur organisierten Kriminalität!) gegen die Fahrer eingeleitet und die Fahrzeuge als Beweismittel sichergestellt. Fahrern drohen hohe Geld- oder sogar Haftstrafen, langwierige und kostenintensive Verfahren sind die Folge.

Deshalb wird dringend empfohlen, nachfolgende Sicherheitshinweise zu beachten:

Gefahr droht bereits bei der Anreise zu den Fährhäfen.

Längere Standzeiten auf Rastplätzen entlang der Zufahrtsstraßen oder im Stadtgebiet selbst sollten vermieden werden. Sind diese unumgänglich, sollten vor der Weiterfahrt zum Hafen Verriegelungen, Verschlüsse, Planen usw. sorgfältig auf Beschädigungen kontrolliert werden.
Speziell in Patras werden Verkehrsstaus und notwendige Halts vor roten Ampeln auf dem Weg zum Hafen von den Personen genutzt, um sich möglichst unerkannt auf oder unter dem Fahrzeug zu verstecken. Im Zweifelsfall sollte das Fahrzeug nochmals unmittelbar vor der Einfahrt in das Hafengelände kontrolliert werden (Blick unter das Fahrzeug).

Wenn der Verdacht besteht, dass Personen unerlaubt auf das Fahrzeug gelangt sein könnten, ist es erforderlich, dies unmittelbar bei der Einfahrt in den Hafen den dort kontrollierenden Beamten der Polizei oder der Küstenwache zu melden.

Auch bei Warte- bzw. Standzeiten im Hafengelände selbst drohen Gefahren. Immer wieder gelingt es einzelnen Personen oder ganzen Gruppen, unerkannt die Umzäunung des Hafengeländes zu überwinden und sich dann auf den dort abgestellten Fahrzeugen zu verstecken.

Vor der Weiterfahrt auf die Fähre sollte das Fahrzeug erneut kontrolliert werden.
Wenn der Verdacht besteht, dass Personen unerlaubt auf das Fahrzeug gelangt sein könnten, nicht weiterfahren, sondern unverzüglich die Küstenwache verständigen.

Sollten beim Befahren der Fähre durch die kontrollierenden Beamten der Küstenwache unerlaubt aufhältige Personen auf oder unter dem Fahrzeug festgestellt werden, ist im Regelfall die Einleitung eines Strafverfahrens unumgänglich.

In diesen Fällen wird empfohlen, die Beamten der griechischen Küstenwache oder der Polizei bei der Aufklärung des Sachverhaltes so gut wie möglich zu unterstützen:

Kooperation ist besser als Verweigerung;
Anwaltliche Vertretung wird dringend empfohlen, bei regelmäßiger Nutzung der betreffenden Häfen sollten entsprechende Kontakte vorbereitet werden;
In schwierigen Fällen berät und unterstützt die deutsche Botschaft in Athen bzw. die deutschen Honorarkonsuln in Patras und Igoumenitsa.


Medizinische Hinweise

Reisende nach Griechenland sollten sich vor Antritt der Reise mit den absehbar benötigten Medikamenten versorgen und diese mitnehmen. Wegen der andauernden Kapitalverkehrskontrollen kann es auch zu Engpässen bei der Versorgung mit importierten Medikamenten kommen.

Impfschutz

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (siehe http://www.rki.de ).

Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), ggf. auch gegen Polio (Kinderlähmung), Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken und Influenza.

Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B empfohlen. FSME siehe unten.

Im Gegensatz zu Deutschland wird in Griechenland bei Jugendlichen zusätzlich eine Schutzimpfung gegen Meningokokken-Meningitis C empfohlen. Insbesondere bei Langzeitaufenthalten im Rahmen von z. B. Schüleraustausch, Studium etc. ist eine Impfung mit einem tetravalenten (ACWY) Meningokokkenimpfstoff sinnvoll.

FSME

Das Risiko, an einer Frühsommer-Meningoenzephalitis zu erkranken (FSME eine durch Zeckenstiche übertragbare Viruskrankheit), ist sehr gering (ein kleiner Infektionsfokus in der Nähe von Thessaloniki). Eine Impfung wäre nur bei besonderer Exposition in diesem Gebiet sinnvoll.

Krim-Kongo-Fieber

Krim-Kongo-Fieber ist eine seltene und von Zecken auf den Menschen übertragbare Krankheit (hämorrhagisches Fieber), die gelegentlich im Nordosten Griechenlands auftritt. Das Risiko für Touristen ist äußerst gering.

West-Nil-Fieber

In Nordgriechenland kam es in der Vergangenheit zu Ausbrüchen von West-Nil-Fieber. Es handelt sich dabei um eine von Viren hervorgerufen und von Mücken auf den Menschen übertragbaren Erkrankung. Sie kann zu einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis), in schweren Fällen aber auch zum Tod führen. Eine Schutzimpfung oder eine spezifische Behandlung gibt es nicht.

Malaria

In den letzten Jahren sind in Griechenland einige Fälle von autochthoner Malaria tertiana aufgetreten. Malaria wird von nachtaktiven Stechmücken übertragen. Betroffen war insbesondere der südliche Peleponnes. Eine medikamentöse Malariaprophylaxe ist nicht angezeigt.

Schutz vor Mückenstichen (Repellentien, langärmlige Kleidung, ggf. Moskitonetz) ist anzuraten.

Besonders Reisende mit Vorerkrankungen oder besonderen Risiken sollten rechtzeitig vor der Einreise einem Reise-/Tropenmediziner zur Beratung aufsuchen.

Medizinische Versorgung / Krankenversicherung

Es besteht in Griechenland für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung - soweit dringend erforderlich bei Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern usw., die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. Ersatzbescheinigung (beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse) vorzulegen. Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken). Weitere Einzelheiten enthält die Internetseite der Deutschen Verbindungsstelle für Krankenversicherung Ausland unter der Rubrik "Urlaub im Ausland". Darüber hinaus erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse Auskünfte über die aktuellen Regelungen.

Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.

Die Angaben sind:

zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.

Haftungsausschluss

Reise- und Sicherheitshinweise beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen des Auswärtigen Amts. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Gefahrenlagen sind oft unübersichtlich und können sich rasch ändern. Die Entscheidung über die Durchführung einer Reise liegt allein in Ihrer Verantwortung. Hinweise auf besondere Rechtsvorschriften im Ausland betreffen immer nur wenige ausgewählte Fragen. Gesetzliche Vorschriften können sich zudem jederzeit ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon unterrichtet wird. Die Kontaktaufnahme mit der zuständigen diplomatischen oder konsularischen Vertretung des Ziellandes wird daher empfohlen.

Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, z.B. einen Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung, abzuschließen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Ihnen Kosten für erforderlich werdende Hilfsmaßnahmen nach dem Konsulargesetz in Rechnung gestellt werden.

Weltweite Terrorwarnung

Weltweiter Sicherheitshinweis

Krisenvorsorgeliste

Deutschen Staatsangehoerigen wird empfohlen sich unabhängig vom Land und der Dauer des Auslandsaufenthalts in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts einzutragen.